Das Teheran-UFO von 1976: Als die Instrumente versagten
Bei der Annäherung fielen Waffen und Funk des Jets im selben Augenblick aus. Der Pilot konnte nicht einmal den Feuerknopf drücken. Und all das ist in einem offiziellen US-Militärdokument erhalten.
Was sich in den frühen Morgenstunden des 19. September 1976 am Himmel über Teheran ereignete, gilt bis heute als einer der am besten dokumentierten UFO-Fälle. Mehrere Zivilisten meldeten ein helles Objekt, die iranische Luftwaffe ließ echte Kampfjets aufsteigen — und vor allem wurde das Ereignis in einem Kabel der US-Defense Intelligence Agency detailliert festgehalten, was es überprüfbar macht.
Ein helles Licht über Teheran
Gegen 0:30 Uhr häuften sich Anrufe von Bewohnern Teherans. Sie beschrieben ein Objekt, weit heller als ein Stern, das rot, grün und orange blinkte. Zunächst vermutete der Tower einen falsch gedeuteten Stern, doch als die Meldungen nicht abrissen, startete eine F-4 Phantom von einem Stützpunkt bei Shahrokhi.
Als der Jet sich bis auf etwa 40 Kilometer genähert hatte, fielen Instrumente und Kommunikation plötzlich aus. In dem Moment, in dem der Pilot vom Objekt abdrehte, kehrte die Ausrüstung zurück, als wäre nichts geschehen.
Eine zweite Phantom — und ein kleineres Objekt
Nachdem der erste Jet umkehren musste, startete eine zweite F-4, geflogen von Leutnant Parviz Jafari. Auch hier führte die Annäherung zum selben Effekt. Als Jafari seine Waffen scharf machte und eine Rakete abfeuern wollte, fielen in genau diesem Augenblick Instrumententafel und Waffensteuerung aus, sagte er später aus.
Noch seltsamer war, was folgte: Ein kleineres leuchtendes Objekt löste sich vom größeren und schoss auf den Jäger zu. Jafari flog ein Ausweichmanöver, und das kleinere Objekt kehrte Berichten zufolge zum größeren zurück.
Im Archiv bewahrt
Was diesen Fall von unzähligen Sichtungen unterscheidet, ist der klare offizielle Nachweis. Auf Grundlage des Berichts der iranischen Luftwaffe verfasste die US-Defense Intelligence Agency ein Kabel, das später nach dem Informationsfreiheitsgesetz freigegeben wurde und den Vorfall ungewöhnlich genau schildert — darunter Radarkontakt, Instrumentenausfälle und mehrere Zeugen.
Was war es also?
Die ehrliche Antwort: Das Objekt wurde nie identifiziert. Skeptische Analysten verweisen auf einen falsch gedeuteten hellen Planeten (Jupiter), Meteore, elektromagnetische Störungen oder unbekannte Technik aus der Zeit des Kalten Krieges. Piloten und einige Forscher entgegnen, dass die Instrumentenausfälle und die Manöver des Objekts so schwer zu erklären sind.
Entscheidend ist, dass keine Seite gesichert ist. „Unidentifiziert“ heißt nicht außerirdisch. Doch dieser Fall bleibt ein herausragendes Beispiel dafür, dass eine UFO-Sichtung nicht als Gerücht, sondern als Gegenstand eines offiziellen Militärdokuments behandelt wurde.
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